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es fägt...

es fägt...



Am 11.11.07 war es soweit, der Entschluß stand fest:
Esslingen bekommt seine Guggenmusik.
Warum?
Esslingen hat eine sehr lange Tradition was “Fasnet“ und Karneval angeht.
Eigentlich schon über Hundert Jahre und die reiche Anzahl an Häßträgern und Karnevalisten zeigt es!
Nur eine Guggenmusik, die fehlte. Das haben wir schon öfters festgestellt.
Gesagt getan!
Ein paar erfahrene, und ein paar zukünftige Guggenfreunde hatten sich entschlossen.
Ein Familienverein? Ja, ganz klar. Und zwar eine große Familie. Unsere Prämisse legen wir auf Freizeitgestaltung, Spaß und gemeinsames musizieren.
Und natürlich andere an unserem Tun teilhaben zu lassen.
Das wichtigste für uns ist die Kameradschaft, ob einer musikalisch betrachtet viel oder wenig Talent hat ist nebensächlich. Vielmehr die gemeinsamen Unternehmungen sind daß, was eine Gruppe ausmacht. Gemeinsames Grillen oder einfach mal so zusammen sitzen und Spaß haben, so wie es jedem beliebt.

Natürlich wird auch geprobt, denn musikalisch wollen wir ja was bewegen. Esslingen soll eine Guggenmusik bekommen, die sich nicht verstecken muß.
Im Wandel der Zeit hat sich die Guggenmusik verändert, die schrägen Töne sind heutzutage nicht mehr wirklich angesagt. Heutzutage sollte man schon richtige Musik, die durch Rhythmus stark unterlegt ist produzieren, eben “Guggig“.

Ach ja, ein Name mußte noch gefunden werden. Die Burg als Wahrzeichen Esslingen`s war relativ schnell klar. Jetzt wollten wir noch einen Bezug in das Ursprungsland, die Schweiz finden. Unter Berücksichtigung der Gruppen die es im Umkreis gibt wollten wir uns jedoch schon einen Namenszusatz wählen den es noch nicht gab.
Und da kam eigentlich nur eines in Frage:    “Fäger“

was in der Schweiz für fetzig steht.
Sinngemäß bedeutet „es fägt“ es ist gut, es haut die um, es geht ab.
Ursprünglich von fegen / wegfegen / umhauen /

es fägt...       Das wollten wir!

“Burgfäger“, damit konnten wir uns sehr schnell identifizieren.

Aber was ist eigentlich Guggenmusik???

Die Guggenmusik kommt ursprünglich aus dem Alemannischen Raum (Schweiz und Süddeutschland) und wird auch „Guggemoseg“, „Guuggemusig“ (in der Zentralschweiz) oder „Chatzemusig“ genannt. Es handelt sich um eine stark rhythmisch unterlegte, auf ihre eigene, sehr spezifische Art „falsch“ gespielte Blasmusik. Meistens wird sehr gekonnt knapp neben der Melodie hergespielt, das heißt man erkennt die Melodie durchaus, aber sie klingt ziemlich schräg. Dabei wird sie von einer ebenfalls sehr guten Rhythmussektion dominiert und vorangetrieben.
Der Basler Stil, wird hauptsächlich durch starke Rhythmik weniger durch Bläser Einfluß dominiert.
Der alte Luzerner Stil besticht durch das Schränzen, das heißt die Töne (mit der Posaune tiefer ziehen) und dadurch das “schräge“ musizieren zu ermöglichen. Das musikalische Augenmerk wird hauptsächlich auf die Bläser gelenkt.

Wir wollen den modernen Luzerner Stil spielen, sauber intoniert, schnell gespielt, stark bläserlastig und Rhythmisch unterlegt.
So entsteht eine mitreißende Musik, gut tanzbar und hervorragend geeignet für spontane Platz- und Straßenkonzerte, nicht nur während der „wilden Tage“.
Die Musiker sind zudem alle verkleidet und maskiert.
Die Guggenmusik ist Bestandteil der Schwäbisch-Alemannischen Fasnacht, der Basler Fasnacht, Luzerner Fasnacht, Berner Fasnacht und allgemein der zentralschweizer Fasnacht.

Der Begriff leitet sich her von „Gugge“, was im Alemannischen für Tüte steht. Im Schweizerdeutsch steht der Begriff „Gugge“ für alle Arten von Blechblasinstrumenten. Eine „Guggemusig“ bezeichnet somit eine Gruppe von Leuten, die zusammen musiziert, während sie einfache Masken – damals Tüten, welche in Basel und Umgebung ebenfalls Guggen heißen – trugen.
Heutzutage werden keine “Tüten“ mehr, sonder Masken getragen. Im Zuge des modernen Stiles werden die Masken durch Schminke, oder z.b. beim Aufmarsch  durch Kapuzen, die tief ins Gesicht gezogen werden, ersetzt.


Geschichte:
Ihren Ursprung hat die Musik im Brauch, die Wintergeister mit dem Blasen von Kuhhörnern auszutreiben. Erstmals erwähnt wurde sie im 16. Jahrhundert, als man zur Karnevalszeit mit Rasseln, Blecheimern, Trommeln, Kuhglocken oder Pfeifen umherzog, um die Geister des Winters zu vertreiben. Die Musik sollte entsprechend schräg sein, laut und jämmerlich. Damals schon wurden Masken und Kostüme verwendet: Tücher und alte Lumpen sowie eine Menge Fantasie nahm man, um sich zu verkleiden und die Geister zu verschrecken.

Als im Jahre 1874 erstmals eine Blaskapelle zum Morgestraich in Basel mitmarschierte, wurden zunächst heftige Proteste laut, zehn Jahre später wurde es aber polizeilich erlaubt. Bis dahin war es üblich sich eben mit einer “Tüte“ unkenntlich zu machen.

Der Begriff "Guggenmusik" ist erstmals an der Basler Fasnacht von 1906 belegt.
1934 erlebten die Guggemusiken ihren großen Aufschwung und zogen am nicht genutzten Fasnachtdienstag – der nun als spezieller Guggetag gilt – in großer Zahl durch Basel „mit schmetterndem Getöse“, „bäumig schränzend“ und „vorüber rasselnd“.

In den 50er Jahren schwappte das Guggefieber dann nach Süddeutschland, Italien und Österreich über. Heute gibt es viele Arten von Guggemusik, von schräg bis zur Big Band Gugge, die in der Fasnacht die Leute begeistern. Oft werden Volks- und Kinderlieder sowie bekannte Popsongs gespielt.

Insbesondere im oberschwäbischen Raum gibt es schon seit Jahrzehnten sogenannte „Lumpenkapellen“ bzw. die „Katzenmusik“, die von der Intention her durchaus mit den Guggenmusiken vergleichbar sind.

Es ist nicht möglich, eine einheitliche Definition der Guggenmusik zu finden, da jede Region andere Fasnachtstraditionen hat.

Neben den traditionellen Blechblasinstrumenten wie Trompete, Tuba und Posaune sowie dem unvermeidlichen Schlagwerk lässt sich heute auch beinahe jedes andere Instrument finden. Von der Steeldrum bis zum Dudelsack, von der Piccoloflöte über Klarinetten und Saxophone bis zu gewaltigen Sousaphonen ist alles anzutreffen.

Kontrovers wird diskutiert, wer sich überhaupt Guggenmusik nennen kann. Grob unterscheiden lassen sich

    * reine Musikvereine, die lediglich ein für Fasnacht angepasstes Repertoire spielen,
    * professionelle Guggenmusiken, die das Jahr über für die närrische Zeit Musikstücke lernen und an Choreografien feilen,
    * Gruppen von Laienmusikern, die nicht von Noten spielen, weil sie diese sowieso nicht lesen könnten.

Zusammenfassend:  Erlaubt ist was gefällt.

 

 

Aktuell

Wir suchen Verstärkung in allen Registern. Gerne auch absolute Anfänger. Bei uns steht der Spaß im Vordergrund!



11.02.2013 Stuttgart - Rathaus - 11.02.2013 Stuttgart (36)


07.01.2012 - Edafetzer -Ehningen - Ehningen-23


08.10.2011     Fägerfest 3.0   Teil  2 - Fägerfest-10


27.01.2012  - Waldhornhexa Plochingen - Plochingen-27


26.10.2013 Fägerfest 6.0 - 15- Danke auch an euch


16.06.12 Probe & Grillen - 16.06.12 Probe u Grillen (75)


26.10.2013 Fägerfest 6.0 - 64- und dann zwei Bacardi


13.01.2012 - Geesmusiker - Nellmersbach                                                            - Nellmersbach-28


Schränzer Night 05.05.2012 - SN 2012 (51)


12.02.2013 Rechberg - 12.02.2013 Rechberg (13)


17.06.12 Naristo - 17.06.12 Naristo Sifi (29)


02.02.2013 Riedisheim / Frankreich - 02.02.2013 Riedisheim (169)


15.09.2012,         2 Gether - 15.09.2012 2 Gether (44)


14.01.2012 - Belzebuaba - Sielmingen - Sielmingen-39


21.01.2012 - Kirschkernspucker - Heiningen - Heiningen-16


28.01.2012 - NZ Grötzingen - Grötzingen-4


20.02.2012 - Kinderfasching Sillenbuch - Sillenbuch-5


04/05.02.2012 -  Lustige Klique - Riedisheim  - Riedisheim17


08.02.2014 Riedisheim Lustige Klique - 30-Gugga Ratscha


12.01.2013 Sillenbuch - 12.01.2013 Sillenbuch (13)



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